Im Januar letzten Jahres starb
Kishon der Autor, 80-jährig, in der Schweiz, seiner Wahlheimat und wann erfahre ich davon
jetzt. Er war einer meiner Lieblings Schrifsteller! Manchmal habe ich das Gefühl die Nachrichten Agenturen in Deutschland funktionieren nicht ganz einwandfrei!
Der für seinen selbstironischen Humor berühmte Schriftsteller schrieb mehr als 50 Bücher, die in 37 Sprachen übersetzt wurden und weltweit eine Auflage von 43 Millionen erreichten, davon allein 32 Millionen in deutscher Sprache. Sein Tod löste in Israel und Deutschland Betroffenheit aus.
(Ich bin immer noch angepisst das ich von nix wusste) Kishons Leichnam wurde in Tel Aviv beigesetzt .
In seinen Büchern griff Kishon mit schwarzem Humor auch seine Erfahrungen mit den Nationalsozialiten im Zweiten Weltkrieg auf. Der 1924 in Budapest als Ferenc Hoffmann geborene ungarisch-jüdische Junge entkam nur mit Glück den Vernichtungslagern der Nazis. 1949 ging er unter seinem neuen Namen Ephraim Kishon nach Israel. Dort schaffte er mit der Geschichte vom "Blaumilchkanal" in den 50er Jahren den literarischen Durchbruch. Fortan spießte er menschliche Schwächen auf wie die Heuchelei um die Ehe oder die grassierende Bürokratie.
Kishon selbst war drei Mal verheiratet, hatte drei Kinder und fünf Enkel. Er starb in den Armen seiner dritten Frau Lisa, die er 2003 geheiratet hatte, ein Jahr nach dem Tod seiner Frau Sara. Ihr setzte er in zahlreichen Geschichten ein Denkmal.
"Kishon für Österreicher"( gut zu wissen für unsere Österreich blogger) Das letzte Buch von Kishon erschien im März 2005.
Israels Ministerpräsident Ariel Scharon nannte Kishon "einen der Giganten unserer Generation". Der 80-Jährige habe der israelischen Gesellschaft mit Charme und Scharfsinnigkeit einen Spiegel vorgehalten. Staatspräsident Mosche Katzav sagte, Kishon habe die israelische Kultur entscheidend mitgeprägt.
Das 1961 in Deutschland erschienene "Drehn Sie sich um, Frau Lot!", in dem Kishon die Probleme nicht nur des israelischen Alltags aufspießte, wurde mit Begeisterung aufgenommen. Es folgten Bestseller wie "Kein Öl, Moses?" (1974), "Paradies neu zu vermieten" (1979) oder "Kishons beste Autofahrergeschichten" (1985). Daneben schrieb er mit großem Erfolg Drehbücher und Theaterstücke, für die er auch selbst Regie führte. Für seine Filme erhielt der mit ungezählten Auszeichnungen geehrte Kishon unter anderem zwei Golden Globes und zwei Oscar-Nominierungen in Hollywood. Für sein Lebenswerk erhielt er 2002 die höchste Auszeichnung des Staates Israel, den mit rund 12 000 Euro dotierten Israel-Preis.
Text teils via dpa