Meine Familie ist riesig ich habe Verwandte in den USA , Italien , Kanada, England Argentinien und ich möchte Mal ein paar Auserwählte, ganz besondere Charaktere vorstellen. Wie meinen Lesern bekannt sein sollte ist mein Mann Amerikanischer Staatsbürger, er kommt aus einer kleinen Stadt
Douglas in Wyoming/USA. Er ist dort geboren und auf der Ranch seiner Eltern mit Bruder Josh und Sister Justina aufgewachsen. Die Betonung liegt auf Ranch nicht zu verwechseln mit einer Farm! Jedidiah ,
kurz Jed genannt, mein Gatte legt grossen Wert darauf ! Als wir uns 1999 streiten und lieben lernten war mir der Unterschied von Ranch und Farm nicht gelaeufig, wieso auch für mich war beides die amerikanische Version eines Bauernhofes . Ich wurde aber umgehend eines besseren belehrt . Auf einer Ranch werden Tiere gezüchtet eine Farm hingegen baut z.b Mais an !
Im Falle meiner Schwiegereltern werden Schafe und Rinder gezüchtet ,jede Menge Pferde gehören auch zu der ca.15 tausend Hektar Ranch, wobei die nur zum Spaß gehalten werden. Ja, jetzt sehen wir alle die Bilder vor unseren Augen die man aus dem Kino kennt . Cowboy und Lagerfeuer Romantik, Rinder die mit einem heißen Eisen ein Brannding bekommen... tttsssscccccchhhh und fertig .
Die Realität sieht aber etwas anders aus ! Nicht mal 6 Monate alte, schnuckelige kleine Kühe bekommen ein bis zwei riesengroße Eisen aufgedrückt je nach Ranchzeichen,
was natürlich beim Staat angemeldet werden muss ,es wird mindestens dreimal auf gebrannt damit es deutlich zu erkenne ist! Sieht weder schön aus noch riecht es besonders gut .Schafen werden die Schwänze abgetrennt zur eigene Sicherheit !
Keine Ahnung was das mit Sicherheit zu tun haben soll.. Vor ca 4 Jahren rettet mein Mann, während eines Urlaubs bei Mum and Dad, aus einem kleinen, ich würde es mal Sumpf -Gewässer nennen, ein Kalb. Zu Ehren des Tages wurde das putzige noch sehr kleine Rindvieh nach mir benannt
"Annabell" ,gegen meinen Protest versteht sich von selbst. Meine Argumente damals, die wird irgendwann mal groß und fett haben niemanden die Bohne interessiert !

Zurück zur Stadt Douglas , man nennt sie auch die Heimat des
Jackalope, ein Fabelwesen das aus einem Hasen und einer Antilope besteht. Man(n) kann sogar eine Lizenz für 15 Dollar erwerben um einen Jackalope abzuschießen , diese sind dann aber nur gültig am 31 September eines jeden Jahres!
Douglas wurde im September 1887 gegründet mit einer Population von 805 Bürgern. Obwohl nicht sehr alt hat Douglas für amerikanische Verhältnisse einiges an jüngster Geschichte zu bieten wie z. b den
Bozeman Trail.
In Norman Crampton's Buch - "The 100 Best Small Towns in America"wird Douglas als einer der schönsten Kleinstädte in Amerika beschrieben ! Mit einer Population von gerade mal ca 5000 Leuten auch passend klein. Es gehört zu den Städten, in der jeder jeden kennt . Auf jeden Fall ist es eine Reise wert und man lernt mal ein paar richtige Cowboys kennen, die nicht ganz dem vermittelten Bild aus den Medien entsprechen . Morgen gibt es dann mehr und zwar von meinem Italienischen Papa.